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Zurück zu den Anfängen Vorlesen

09. Apr 2017

Die Theatergruppe Fledermaus ging dieses Jahr auf Zeitreise

Die Theatergruppe Fledermaus am 9. April 2018
Die Theatergruppe Fledermaus am 9. April 2018

„Können Zeitreisende die Geschichte verändern?" Reporter Franz Babbel (Konstantin Bierbaum) und Theaterleiter Mark Vordermann (Michael Stenzel) fragen dies immer wieder und - ja - sie können es. Zumindest die Theatergruppe "Fledermaus" konnte es im April in der Süchtelner Königsburg. Denn Bruno (Stephanie Jansen), Maggie (Joleen Schmitz), Dragon (Jürgen Gerth) und der im Rollstuhl sitzende Andy (Andreas Kather) reisten "zurück zu den Anfängen" in die Steinzeit und halfen Menschen mit einem Rollstuhl, indem sie einen neuen bauten und damit "das Rad neu erfanden".

Theaterpädagoge Maik Achtermann, der unsere vor 20 Jahren gegründete Theatergruppe seit 2003 leitet, hat auch diesmal seine Truppe ermuntert, passend zum 50. Geburtstag der Lebenshilfe, die Texte und die Figuren selbst zu erfinden und Wünsche zu äußern, wer was spielen möchte. Ergebnis war das Thema „Zeitreise“. Gemeinsam mit seiner Kollegin Christa Bauch, die auch für die Umsetzung der Kostüme und Maske verantwortlich ist, schrieben die Theatergruppe und Maik Achtermann das Drehbuch. Fantasievoll erzählt das Stück, wie sich die Lebenshilfe zum heutigen Elternverein entwickelt haben könnte…wenn sich jemand mit einer Zeitmaschine auf den Weg gemacht hätte.

Alle Akteure fanden sich so in ihre Rollen, spielten mit viel Spaß und gefühlvoll, trotz manchmal etwas chaotischer Szenen. Sie alle freuten sich über den herzlichen Beifall und wuchsen immer mehr in ihre Rollen. Und vor allem der Hausherr der Königsburg, Thomas Musen, freute sich, dass die "Fledermaus" schon zum zweiten Mal in seiner Königsburg auftrat. Auch die Zeitmaschine, die Bühnenbildbauer Reinhold Heik für das Stück konstruiert hatte, funktionierte ebenso wie die "Inklusion, denn alle zeigen, was sie können", so Maik Achtermann. "Ich bin schon seit fünf Jahren dabei und habe viel Spaß", erzählte die 31-jährige Stephanie Jansen in der Pause. "Wenn ich auch vorher viel lernen muss." Denn die Proben für die Aufführungen im April beginnen schon im Oktober. Auch der 39-jährige Ruben Schröers ist von seiner Rolle und dem Theaterspielen begeistert: "Ich freue mich schon auf die Reise ins Jahr 1967, dem Gründungsjahr der Lebenshilfe."

Die Steinzeitmenschen Elisabeth Woyke, Dirk Ross, Elmar Pastoors und Marie Fischer hatten nach der Pause die Rollen des Elternrats übernommen, der erreichen wollte, dass seine geistig behinderten Kinder "nicht mehr arbeiten müssen, und dass ihnen endlich geholfen wird". Doch von den Robotern (Steffi Kühlen, Jürgen Cox und Christina Martin) wollte sich keiner helfen lassen. "Wir können uns Lebenshilfe Kreis Viersen nennen," kamen sie zum gemeinsamen Entschluss. Einen Rat des Zukunftsexperten Dragon, der inzwischen noch im alten Ägypten war, nahmen sie nicht an. Sie entschieden sich zu folgendem: „Jeder muss das selber schaffen, wie andere Menschen auch." Viel Beifall war ihr Lohn. Dann schmiedeten sie Pläne, wie ihre Kinder "ein ganz normales Leben führen können". Und zum Schluss suchten sie ein Grundstück - in Süchteln auf der Bergstraße 45.

Standing Ovations, als Maik Achtermann zum Schluss die Spieler vorstellte. Samstags wurden alle Akteure von Marianne Philipzig, unserer pädagogischen Leiterin, und am Sonntag von Vorstandsmitglied Regina Küppers geehrt. Mal schauen was von der Fledermaus im nächsten Jahr auf die Bühne der Königsburg gezaubert wird.

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