16. Jan 2026
Skulpturen von Marita Windemuth-Osterloh offiziell übergeben

„Ich bin froh, dieses Herzensprojekt in gute Hände übergeben zu können,“ sagt die Kölner Künstlerin Marita Windemuth-Osterloh. Am 15. Januar durfte die Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. die fünf Skulpturen aus dem Projekt „Kleine Könige“ der Kölner Künstlerin offiziell in ihrem Neubau im Burgfeld 2 begrüßen. Die Figuren, gefertigt aus weißem Ton, Silikatkreide und Wachs, stellen Menschen mit Down-Syndrom dar und symbolisieren Würde, Individualität und Lebensfreude.
Bei der Übergabe gab Künstlerin Marita Windemuth-Osterloh persönliche Einblicke in die Entstehung der „Kleinen Könige“. Die Figuren seien im Jahr 2005 im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Köln entstanden. „Es war eine Arbeit mit sehr viel Herzblut“, erzählte sie. Besonders die Detailarbeit sei herausfordernd gewesen: „Da sind mir auch schon mal Arme abgefallen – und vor allem die Münder waren unglaublich schwierig zu modellieren.“
Windemuth-Osterloh berichtete außerdem, dass sie sich bei der Gestaltung von der Verehrung von Menschen mit Down-Syndrom in der Kultur der Olmeken inspirieren ließ. Einen der dargestellten Menschen habe sie persönlich im Haus Hammerstein kennengelernt, wo die Person Urlaub machte. „Die anderen vier Figuren habe ich anhand von Fotos modelliert“, erklärte sie.
Sogar die Musik habe beim Entstehungsprozess eine Rolle gespielt: „Ich habe zur Musik von Angelo Branduardi modelliert – die hat mich durch die gesamte Arbeit begleitet.“
Als besondere Geste überreichte die Künstlerin der Lebenshilfe zudem ein Exemplar ihrer Diplomarbeit, in dem die Entstehung der Skulpturen dokumentiert ist.
Der Kontakt für die Schenkung kam durch Reiner Rohde zustande, der viele Jahre als Betreuungsrichter am Amtsgericht Kempen tätig war und die Arbeit der Lebenshilfe aus dieser Zeit gut kennt. Sein Bruder Klaus Rohde, langjähriger Vorsitzender der Lebenshilfe Kreis Mettmann, ist seit vielen Jahren mit der Künstlerin befreundet.
Bei der Übergabe waren neben der Künstlerin selbst auch Michael Behrendt, Geschäftsführer der Lebenshilfe Kreis Viersen, sowie Christina Minten, Vorsitzende des Vorstands, anwesend. Ebenso nahmen Klaus Rohde, Reiner Rohde und Barbara Ixfeld-Braun, Bereichsleitung Kinder, Jugend und Familie, an dem Termin teil. Gemeinsam wurde die Platzierung der Skulpturen auf den dafür angefertigten und aufgearbeiteten Stelen in den Fensterausschnitten des Neubaus bewundert.
„Die ‚Kleinen Könige‘ sind ein starkes Zeichen für Inklusion und Wertschätzung. Sie passen perfekt zu unserem Leitbild: Jeder Mensch ist einzigartig und verdient Respekt und Anerkennung“, betonte Michael Behrendt bei der Übergabe.
Die Skulpturen sollen nicht nur das Gebäude verschönern, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung sichtbar machen. Ihre heitere Ausstrahlung erinnert daran, wie wichtig Empathie, Humor und Lebensfreude im Alltag sind.
Weitere Informationen zur Künstlerin:
https://www.windemuth-osterloh.de



























